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3. Der Mensch

Wir glauben, dass der Mensch Gottes besondere Schöpfung ist, geschaffen im Ebenbilde Gottes, zur Gemeinschaft mit Gott selbst[31]. Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, nicht gleichartig, aber gleichwertig, beide nach dem Ebenbilde Gottes, in Gerechtigkeit und Heiligkeit ohne Sünde[32]. Gott gewährte den Menschen im ursprünglichen sündlosen Stand die Freiheit der Wahl zum Gehorsam und Ungehorsam, zum Glauben und Unglauben Ihm gegenüber[33].

 

3.1. Der gefallene Mensch

Wir glauben, dass der erste Mensch, durch seine von Gott gewährte freie Wahl, gegen Gott im Ungehorsam und Unglauben sündigte und somit die Sünde und die Sündenschuld über die gesamte Menschheit brachte[34]. Durch diese Sünde ist der Mensch aus seinem ursprünglichen sündlosen Stand der Gerechtigkeit und der Gemeinschaft mit Gott gefallen und brachte somit den physischen Tod, den geistlichen Tod sowie die ewige Verdammnis über die gesamte Menschheit[35]. Durch den Sündenfall ist der Mensch nun geistlich tot in Sünden und total verdorben in allen Bereichen seines Seins und seines Handelns und deshalb äußerst abgeneigt gegenüber allem Gott Wohlgefälligem[36]. Weil jede Sünde Schuld über den Sünder bringt, ist der Sünder unter dem Zorn Gottes und dem Fluch des Gesetzes[37]. Folglich sind alle Menschen dem Wesen nach sündhaft, schuldig vor Gott und bedürfen der Vergebung durch Christus[38].

 

3.2 Die Erlösung

Wir glauben an die Errettung durch die Gnade Gottes, welche durch den Glauben an Jesus Christus zuteilwird[39]. Diese Erlösung des Menschen ist das alleinige Werk Gottes, indem der Heilige Geist den Menschen von seiner Sünde überführt und zur Buße leitet[40]. Der Heilige Geist überzeugt den sündhaften Menschen durch Gottes Wort von seinem durchtränkten sündhaften Wesen, bewirkt in ihm die Wiedergeburt zu einer neuen Kreatur, heiligt, bewahrt und verherrlicht ihn[41].

 

3.2.1 Die Rechtfertigung

Wir glauben, dass der Mensch das heilige Gesetz Gottes wegen der Schwachheit seines sündhaften Fleisches nicht erfüllen kann. Deshalb schenkt Gott die Gerechtigkeit, die Er im Gesetz fordert, in Jesus Christus denen, die glauben[42]. Dem Gläubigen wird dabei einzig und allein die Gerechtigkeit Christi angerechnet, die Er durch Seinen vollkommenen Gehorsam und die Sühne am Kreuz vollbrachte[43].

  

3.2.2 Die Sohnschaft

Wir glauben, dass Gott der Vater allen denen, die vom Heiligen Geist neu geboren und durch Jesus Christus gerechtfertigt sind, zuspricht, Kinder Gottes zu sein[44]. Die Stellung der Rechtfertigung und der Sohnschaft ist die Grundlage für ein Leben in der Heiligung.[45]

 

3.2.3 Die Heiligung

Wir glauben, dass die Heiligung ein lebenslanger Prozess ist, in der tägliche Sündenerkenntnis, Buße und Umkehr von Sünde nötig sind[46]. Der Heilige Geist ruft den Gläubigen auf und befähigt ihn den noch vorhandenen alten Menschen abzulegen und den neuen Menschen, Jesus Christus, anzuziehen, da zwischen diesem alten und neuen Menschen ein lebenslanger unversöhnlicher Kampf herrscht[47]. Durch die heiligende Kraft Christi im Gläubigen wird die Herrschaft der Sünde in der Weise gebrochen, dass auf der einen Seite die sündhaften Begierden des alten Menschen mehr und mehr abgetötet werden, während auf der anderen Seite die heiligen Wesenszüge des neuen Menschen so belebt und gestärkt werden, dass der erlöste Mensch fortschreitend das Ebenbild Christi widerspiegelt[48]. Diese neuen Wesenszüge sind immer und allein, mit jedem Tun, jedem Denken, dem ganzen Willen, allen Motiven und allen Zielen seines Lebens, auf die Ehre Gottes gerichtet[49].

 

3.2.4 Die Verherrlichung

Wir glauben, dass die Erlösung ihre Vollendung mit der Wiederkunft Christi in der Verherrlichung des begnadigten Sünders findet, indem der Gläubige Christus gleichgestaltet sein wird[50].

 

3.3 Das Leben nach dem Tod

Wir glauben, dass jeder Mensch eine unsterbliche Seele hat und diese mit dem Zeitpunkt des Todes den Körper verlässt, welcher dann zu Staub zerfällt[51]. Die Seelen der gläubigen Menschen ruhen in Christus, während die Seelen der unerlösten Menschen auf den Tag des Jüngsten Gerichts warten[52].

 

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